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auch: Fress-Klütsch

Johann Arnold Klütsch
geboren am 23. Februar 1778 (1775?) in Köln, Auf dem Pfuhl
verheiratet seit 13. April 1804 (1800?) mit Maria Cordula Walburga geb. Müller
gestorben am 29. November 1845 in Köln, Eigelstein 97

Althändler - Taxator der Stadt Köln - Sous-Chef der 2. Compagnie des Pompiers-Corps

Hätte es vor mehr als 200 Jahren schon ein "Buch der Rekorde" gegeben, dann wäre Johann Arnold Klütsch, in Köln nur als "Fressklötsch" bekannt, darin sicherlich verzeichnet gewesen. Doch auch ohne Mithilfe des auflagenstarken Werkes ist der schwergewichtige Kölner wegen seines kaum zu stillenden Hungers und seiner Fähigkeiten, Flüssiges in ungeheuren Mengen zu schlucken, in die Lokal-Geschichte eingegangen. Die "Frankreicher" - so nannte er die 1794 in Köln einmarschierten Franzosen - bekamen des öfteren seinen Schalk zu spüren und kölsche Grielächer wußten schon zu Lebzeiten des auch als Taxator tätigen Kölners viele Geschichten über ihn zu erzählen. Wer hat sich nicht schon darüber amüsiert, daß der Fressklötsch den Zöllnern, die ihm am Eigelsteintor ein mitgeführtes Rad Holländer Käse verzollen wollten, in der Weise ein Schnippchen schlug, daß er vor den Augen der zunächst erstaunt und dann entsetzt dreinschauenden Douaniers selbigen genußvoll verzehrte und dann - sich hämisch grinsend über die Wampe streichend - in die Stadt marschierte. Bei der glänzenden Wiedergeburt des Kölner Karnevals 1823 war auch Klütsch mit von der Partie und auch am Auf- und Ausbau der freiwilligen Feuerwehr war er als "Sous-Chef der 2. Compagnie des Pompier Corps" maßgeblich beteiligt.


Ausschnitt aus der LP "Kölner Originale"

  • Toni Steingass
    FRESSKLÍTSCH

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